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„Nur sauberer Sport ist guter Sport“

Veröffentlicht am 02.08.2012 in Allgemein
 

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Heike Taubert war in den vergangenen Tagen in ihrer Funktion als Vorsitzende der deutschen Sportministerkonferenz bei den Olympischen Spielen. Wir sprachen mit ihr über Ihre Eindrücke aus London, sauberen Sport und die Chancen der Thüringer Athleten.

Du warst als Vorsitzende der deutschen Sportministerkonferenz vier Tage bei den Olympischen Spielen. Wie war es, die Jugend der Welt zu treffen?

Es war toll, sowohl was die Wettkämpfe betrifft, als auch die vielen Begegnungen mit den jungen Menschen aus aller Welt. Die Briten haben grandiose Spiele organisiert, das hat schon die Eröffnungsfeier gezeigt. Die vielen Eindrücke haben uns erst um 4 Uhr morgens einschlafen lassen. Ein absolut einmaliges Erlebnis und ein schönes Beispiel für friedliches Miteinander aller Nationen der Welt.

Was war Dein beeindruckendstes Erlebnis in London?

Am meisten war ich vom Erfolg unserer Ruderer am gestrigen Tag begeistert. Erst die tolle Silbermedaille im Doppelvierer der Frauen und dann natürlich die beeindruckende Vorstellung des Deutschland-Achters. Das war ein echtes Gänsehauterlebnis. Aber auch die Treffen mit unseren Goldreitern um Michael Jung im Deutschen Haus und mit dem Silbermedaillen-Judoka Ole Bischoff waren interessante Erlebnisse.

Auch bei diesen Spielen gab es schon in den ersten Tagen Dopingfälle. Du hattest in London auch ein Treffen mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA). Ist Betrug im Sport überhaupt verhinderbar und was kann die NADA dabei leisten?

Es wird immer Sportlerinnen und Sportler geben, die aus eigenem Antrieb oder aufgrund des Drucks von außen, beispielsweise aus politischen Gründen, zu unerlaubten Mitteln greifen. Aber man muss ganz deutlich sagen: die meisten Sportler sind sauber und betreiben einen fairen Wettkampf untereinander.

Für Deutschland macht die NADA einen guten Job, aber sie kann den Kampf gegen Doping nicht allein leisten. Hier sind auch die Bundesländer gefragt. Wir müssen gerade bei der Prävention aktiv sein und den Sportlerinnen und Sportlern von Beginn an mitgeben, dass nur ein sauberer Sport ein guter Sport ist.

Gestern hat mit Tony Martin ein erster (Wahl-)Thüringer eine Medaille gewonnen. Welchen Eindruck haben unsere Thüringer Sportler auf Dich in London gemacht und wo liegen unsere Chancen?

Unsere Sportler sind hoch motiviert. Die Silbermedaille von Tony Martin freut mich vor allem nach der Vorgeschichte mit vielen Verletzungen und Sturzpech im Vorfeld ganz besonders. Ich freue mich heute auf Kristina Vogel im Velodrom der Bahnradsportler. Ich bin sicher, dass unsere Thüringer Sportler uns noch viel Freude bei den Olympischen Spielen bereiten werden.

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